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February 26 2017

Investigative Journalisten haben jetzt herausgefunden, ...

Investigative Journalisten haben jetzt herausgefunden, dass EU-Forschungskohle für IT-Sicherheit bei Fraunhofer und co verdampft. Money Quote:
Demnach hätten es die Industrie und Forschungsinstitute wie die Fraunhofer-Gesellschaft geschickt verstanden, sich millionenschwere Forschungsprojekte zu sichern. Wirklich einsetzbare Produkte kämen dabei aber selten heraus, obwohl mehrere Milliarden Euro investiert wurden.
Ich habe ja noch nie aktiv an sowas teilgenommen, ich habe das nur aus der Ferne beobachtet. Das hat mir gereicht. Die eine Hälfte solcher Projekte besteht üblicherweise aus irgendwelchen gammeligen Forschungsabteilungen von irgendwelchen Unis auf der verzweifelten Suche nach Drittmitteln. Die andere Hälfte besteht aus irgendwelchen konkurrenzunfähigen Klitschen, die auf dem Markt ohne EU-Förderprojekte nicht bestehen können, und die so versuchen, auf Kosten von ein paar Uni-Deppen Patente auf offensichtlichen Bullshit anmelden zu können, und das noch vom Steuerzahler finanziert zu kriegen.

Aber hey, ich bin mir sicher, dass ich da eine voll unrepräsentative Auswahl zu Gesicht bekam!1!!

Für den Vorwurf, dass da keine verkaufbaren Produkte rauskommen: Das ist die Idee. Daher heißt das Forschung und nicht Produktentwicklung. Schade wäre allerdings, wenn mal jemand gucken würde, ob da ordentliche Forschung gemacht würde, und dann rauskäme, dass sich da bloß ein paar "Technikphilosophen" ihren aufwendigen Lebenswandel mit finanziert haben. Das wäre echt tragisch. Gut, dass keiner guckt.

In den USA geht ein Fall von digitalem Admin-Amoklauf ...

In den USA geht ein Fall von digitalem Admin-Amoklauf in Revision. Es geht um einen Admin, der einmal alles gelöscht hat bei seinem Arbeitgeber, und dann einen "I quit"-Zettel hinterließ und ging. Das Gesetz, mit dem sie ihn belangt haben, spricht von "intentionally causing damage without authorization, to a protected computer". Er argumentiert jetzt, dass er als Admin ja doch autorisiert war, auch Dinge zu löschen.

Wenn er damit durchkommt, dann haben wir demnächst ein paar Fight-Club-Endszenen in der IT-Industrie :-)

Krasse Geschichte aus dem Miniatur-Wunderland in Hamburg. ...

Krasse Geschichte aus dem Miniatur-Wunderland in Hamburg. Die hatten da eine Aktion gemacht, die auch Leute reingelassen hat, die sich den Eintritt nicht leisten konnten. Unter anderem haben das natürlich auch Flüchtlinge wahrgenommen dann. Und da kam dann ein Hassbrief rein, der sie beschimpft hat für die Aktion.

Und hier wird es schwierig für Leute, die nah am Wasser gebaut sind. Die Interviewer wollen wissen, ob die Aktion denn ein Erfolg war. Antwort:

Frederik Braun: Auf jeden Fall. Wir haben rund 18.000 Menschen hineingelassen.
Na da werden sich doch bestimmt lauter Leute reingeschmuggelt haben, die sich doch den Eintritt hätten leisten können!1!!
Wir hatten letztes Jahr im Januar genauso viel zahlende Gäste wie dieses Jahr. Das gibt mir das Gefühl, dass alle ehrlich waren. Und: Wir verzeichnen Pro-Kopf-Umsätze. Das heißt, wir wissen, wie viel jeder Kunde im Durchschnitt im Bistro ausgegeben und Merchandising gekauft hat. Und rechnet man diese 18.000 raus,

Gerrit Braun: kommt man auf ein ganz trauriges Ergebnis.

Frederik Braun: Es ist nämlich die gleiche Zahl wie sonst. Was heißt, obwohl diese 18.000 Menschen keinen Eintritt zahlen mussten, hatten die meisten nicht mal das Geld, ihren Kindern eine Cola zu kaufen.

Ja wie jetzt, sind die gar nicht verarscht worden?
Im Gegenteil, wir haben Märchen da unten erlebt. Weinende Kinder, weinende Eltern. Ein Sohn hatte sich zu Weihnachten als einziges gewünscht, ins Miniatur-Wunderland zu gehen - und die Eltern konnten es sich nicht leisten, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Und jetzt standen sie da und beide Eltern haben geheult. Mir stiegen auch die Tränen in die Augen.
Eine schöne Weihnachtsgeschichte!

Oh und wer noch nicht im Miniatur-Wunderland war: Geht da mal hin! Ist super!

Reposted bydesi desi

Jetzt kommen hier einige Mails zu EU-Fördergeldern ...

Jetzt kommen hier einige Mails zu EU-Fördergeldern rein. Ich will mal eine Einsendung zitieren:
leider musste ich vor mehr als 10 Jahren in einem Fraunhofer "Spin-Off" aktiv "an sowas" teilnehmen und noch schlimmer: ich war der Projektleiter. Es ging damals nicht um IT Security. Es gab eine dem Spin-Off nahestehende promovierte Person, die den Fördergeldmarkt beobachtet hat und sich mit der Beantragung auskannte. Es wurden dann Fake Projekte erfunden, die in den Förderrahmen passten. Die Kohle wurde abkassiert und immer wenn eine Überprüfung des Projektfortschritts anstand, habe ich eine Menge Folien und Berichte produziert und wir haben in der Woche vorher schnell was gebastelt, das nach "Fortschritt" aussah.
Die "Arbeit" in diesem "Unternehmen" war ein einziger Albtraum und ich war damals froh, als ich wieder weg war.
Das Spin-Off hat sich in den letzten Jahren nochmal "neu erfunden" (bzw. der CEO) und ist irgendwann in einem Joint Venture mit einer anderen Firma aufgegangen. Aber das Unternehmen war damals, wie Du schreibst, eine "konkurrenzunfähige Klitsche", ein Unternehmens-Zombie, das ohne Fördergelder nicht überlebt hätte.
Auf der anderen Seite wiesen einige Einsender darauf hin, dass es vielleicht sogar von Vorteil so ist, weil die Forschungsprojekte teilweise an Dingen forschen, die wie der Bauplan eines totalitären Überwachungsstaats klingen.

Ein anderer Einsender erzählt:

Ich kann deinen Eindruck (leider) nur bestätigen. Ich hatte 2 Jahre an einem staatlich geförderten IT-Sicherheitsprojekt mitgeforscht. Die Aufgaben-/Fragestellungen waren dabei eine teils sinnfreie Aneinanderreihung von Buzzwords, die aber durch die Förderung vorgegeben wurden.

Das Ende vom Lied war nach 7 Jahren Forschung "Wenn eine dritte Partei an den privaten Schlüssel einer Person gelangt, kann diese damit die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselte Übertragung der Person lesen und manipulieren".

In diesen 7 Jahren wurden aber sehr viele WiMi-, SHK- und WHK-Stellen über diesen Finanztopf mitfinanziert. Viele Vorlesungen hätten nicht gehalten werden können ohne diese (fragwürdige) Querfinanzierung.

Den größten Schaden hat das ganze übrigens bei den Forschern angerichtet. Viele WiMis haben danach nur schwer neue Stellen gefunden, da ihre wissenschaftliche Reputation kaum existent bis wenn existent absolut lächerlich war. Darum sind auch viele WiMis am Ende in die freie Wirtschaft als Softwareentwickler gewechselt.

Der BND hat so dermaßen zu viel Budget, dass er die ...

Der BND hat so dermaßen zu viel Budget, dass er die New York Times nicht kauft, um sie zu lesen, sondern deren Reporter bespitzelt. Die BBC und Reuters auch.

Glücklicherweise ist die Gegenmaßnahme einfach und offensichtlich. Weg mit deren Budget. Mit dem eingesparten Geld könnten wir vielleicht dafür sorgen, dass unsere Schulgebäude keine Durchbruchsegmente haben.

Irgendwie passt diese Meldung prima in dieses Jahr: ...

Irgendwie passt diese Meldung prima in dieses Jahr: "Verhafteter Islamist war früher Neonazi"

Bei schlechten Entscheidungen gibt es eine auffällige Clusterbildung.

Der goldene Troll am Bande geht an die Leute, die bei ...

Der goldene Troll am Bande geht an die Leute, die bei CPAC im Publikum Trump-Fan-Fähnchen verteilt haben, die wie die russische Fahne aussehen. Der durchschnittliche Trump-Wähler hat natürlich keine Ahnung, wie anderer Länder Flaggen aussehen. Als das jemand merkte, haben sie schnell Leute zum Einsammeln rumgeschickt. BWAHAHAHA

(Bild 1 in groß, Bild 2 in groß)

Update: Ein Einsender meint: Klarer Fall von False Flag Operation! Ich könnt mich gerade in den Arsch treten, dass ich auf die Punchline nicht selber gekommen bin :)

Reposted bym3rlin m3rlin

Google fängt jetzt anscheinend an, alt-right Fake-News-Sites ...

Google fängt jetzt anscheinend an, alt-right Fake-News-Sites aus dem Index zu schmeißen, und, schlimmer noch, Google scheint denen auch keine Werbung mehr zu schalten und schneidet sie damit von ihren Einnahmen ab.

Und Google ist nicht alleine. Auch Breitbart hat ein wichtiges Werbenetzwerk verloren, die u.a. die Budgets von Apple, McDonalds und einigen Autoherstellern verwalten. Allerdings geht das wohl nicht von besagtem Werbenetzwerk aus, sondern:

Anfang Februar wurde ein internes Memo öffentlich, wonach die meisten Omnicom-Kunden des Netzwerks mittlerweile Breitbart von ihren Anzeigenschaltungen ausschließen. Die Konzerne werden über Social-Media-Kampagnen von liberalen Trump-Gegnern unter Druck gesetzt, die die Firmen direkt darauf hinweisen, in welchem Umfeld ihre Premium-Anzeigen auftauchen.
Ich finde das ja furchtbar, wenn wir den Krieg der Ideen gegen die Rechten nicht mit Ideen gewinnen können, sondern indem wir ihnen den Mund verbieten. Lange wird das nicht mehr dauern, fürchte ich, bis die genug Mehrheit hinter sich haben, dass wir die Minderheit sind, und dann werdet ihr euch noch alle umdrehen, wenn euch die Werbeeinnahmen wegbrechen.

Mal aus Sicht von Werbetreibenden könnte man ja heute schon argumentieren, dass die Konservativen mehr Kohle haben und daher die wichtigere Zielgruppe sind. Oder so. Ich halte das für eine Aberration, dass das gerade noch nicht geschieht. Weil die Kids im Moment alle nicht ordentlich erzogen sind und Konsum über Schulden fahren.

Update: Stefan Niggemeier hat sich das auch angeguckt und findet heraus, dass die Faktenbasis des "Welt"-Artikels auch eher aus dem Fake-News-Bereich kommt. Money Quote:

Die schärfste Waffe – das Nicht-Anzeigen einer Seite in den Suchergebnissen – hat Google nicht gegen die nationalistische amerikanische Nachrichtenseite „Breitbart“ gezückt, sondern gegen die radikale Verschwörungs- und Anti-Pharma-Seite „Natural News“. Aber auch das augenscheinlich nicht, wie der „Welt“-Artikel über weite Strecken suggeriert, weil sie „Fake News“ verbreitet, sondern wegen eines von Google ausdrücklich untersagten technischen Tricks, um Besucher auf andere Seiten weiterzuleiten.
Never mind then.

Oh, gucke mal: Daniele Ganser ist jetzt wichtig genug, ...

Oh, gucke mal: Daniele Ganser ist jetzt wichtig genug, dass das Schweizer Fernsehen mal einen publizistischen Takedown gegen ihn durchführt. So richtig mit persönlich einladen und dann aus privaten E-Mails zitieren. Wow. Der hat inzwischen wahrscheinlich schlicht mehr Einschaltquote als die, und da musste mal jemand was tun!1!!

Ich finde bemerkenswert, wie wenig sie dann tatsächlich vorzubringen haben. Die nehmen irgendein Randdetail (auf Twitter wirft er Unfairness vor, in der Mail sagt er aber, der Bericht sei fair gewesen, nur der Kontext zwischen Klimalüge und Protokolle (ich nehme an die Protokolle der Weisen von Zion) sei unfair. Ja und? Wo ist da jetzt der Widerspruch? Kann ein an sich fairer Bericht nicht durch den Kontext unfair werden?) als Prämisse dafür, dass der Ganser lügt (!1!!) und diskreditieren damit alle anderen seiner Äußerungen. So ähnlich lief ja auch damals die Verschwörungs-Abwatsche zu den 9/11-Truthern, die der Spiegel rausgehauen hat, um ihre Deutungshoheit zu verteidigen.

Wer sich angucken will, was Daniele Ganser sonst so zu sagen hat: Hier ist ein aktuelles Video (zweieinhalb Stunden, über sein neues Buch "Illegale Kriege").

Ich würde ja echt gerne mal wissen, wie der SRF das intern begründet hat. Wieso fühlen die sich so bedroht, dass sie zu derartig unseriösen Taktiken greifen müssen? Haben die dermaßen Angst um ihre Jobs?

Reposted bymakros makros

Im Rahmen einer Diskussion von Kant und der Aufklärung ...

Im Rahmen einer Diskussion von Kant und der Aufklärung kam hier neulich die Frage auf, ob das Heranziehen von "Experten" im Fernsehen nicht auch Ausdruck des Menschenbildes ist, dass der Wähler an sich dumm und uninformiert ist, und man eine repräsentative Demokratie braucht, um ihn von wichtigen Entscheidungen zu isolieren, damit er nicht versehentlich alles kaputtmacht.

Mir fällt das gerade ein, weil mir ein Leser diese tolle Geschichte über einen "Schweden-Experten" bei Fox News eingereicht hat. Fox News hatte doch vor ein paar Tagen eine Story von wegen "Schweden geht total den Bach runter, Anarchie und marodierende Moslemhorden randalieren die Innenstädte kaputt und vergewaltigen unsere Frauen!1!!". Die hatte der Trump gesehen und darüber getweetet, dadurch erfuhr das so ein bisschen ungerechtfertigte Aufmerksamkeit.

Jedenfalls fährt Trump ja in solchen Situationen ein Strategie namens "double down". Der Begriff kommt von Blackjack. Man hat zwei Karten und darf beliebig viele weitere ziehen, aber die Summe der Werte der Karten darf nicht 21 übersteigen. Wer am nächsten an 21 rankommt, gewinnt. Double Down heißt jetzt, dass man nach dem Sehen der ersten beiden Karten sagt: ich nehme noch genau eine Karte und verdoppele meinen Einsatz (und damit auch mein Risiko). Im Übertragenen Sinn heißt das, wenn man bei etwas Schlechtem erwischt wird, dass man seinen Fehler nicht einräumt sondern nochmal drei Schritt weiter geht. In diesem Fall hat Trump nicht eingeräumt, dass er auf Bullshit reingefallen ist, sondern hat bei seiner CPAC-Rede nachgelegt:

I took a lot of heat on Sweden.

A day later I said has anybody reported what’s going on? And it turned out that they didn’t, not too many of them – take a lot what happened in Sweden.

I love Sweden, great country, great people, the people over there understand I’m right.

Hier gibt es ein paar Zahlen zur Kriminalität in Schweden.

Ich frage mich, ob das Zeigen von Experten vielleicht eine Strategie ist, um den Leuten das Gefühl zu geben, dass es da draußen Leute gibt, die sich auskennen, und daher muss ich mich da jetzt nicht näher für interessieren. Was meint ihr?

Trumps Krieg gegen die Medien ist ja nicht wirklich ...

Trumps Krieg gegen die Medien ist ja nicht wirklich ein Krieg gegen die Medien. Bloß ein Krieg gegen die Medien, die Trump nicht mag.
The news outlets blocked from the press briefing include organisations who President Trump has criticised by name. CNN, BBC, The New York Times, LA Times, New York Daily News, BuzzFeed, The Hill, and the Daily Mail, were among the news outlets barred from the gathering.
Hahaha, die Daily Mail und Buzzfeed! Sogar DIE machen Trump zu viel Journalismus! Das lässt ja tief blicken.
Instead, the press secretary hand-picked news outlets including Breitbart News, One America News Network, The Washington Times, all news organisations with far-right leanings. Others major outlets approved included ABC, CBS, NBC, Fox News, Reuters and Bloomberg.
Na gut, da ist immerhin noch ein bisschen Luft. Auf der anderen Seite lässt man ja auch immer einen angeschossenen Feind am Leben, damit er zurück humpeln und Furcht in die Herzen des Gegners treiben kann.

Mir ging gerade noch eine Sache durch den Kopf.Seit ...

Mir ging gerade noch eine Sache durch den Kopf.

Seit Trump wirken ja die ganzen anderen Pappnasen plötzlich wie seriöse Staatsmänner. Dieses Muster gibt es auch in Kriminalfilmen. Good Cop, Bad Cop.

Was wenn die Eliten einen Deal gemacht haben. Hört mal, unsere Umfragewerte sind alle im Keller, die Wirtschaft ist im Arsch, niemand genießt mehr das Vertrauen seiner Bevölkerung. Wir brauchen mal einen Bad Cop, der den Leuten zeigt, wie gut sie es haben. Lasst uns ein Land nehmen, das wirtschaftlich eh schon völlig im Arsch ist.

So, wen könnten wir nehmen? Schauspieler? Nee, nicht unseriös genug. Schaut nur, wie weit Reagan gekommen ist.

Wie wäre es mit einem Reality-TV-"Star"? Großartig! Da muss man ein bisschen gucken, weil die meisten noch nicht alt genug sind. Oh hier hätten wir einen!1!! :-)

Die erste Einsendung zur Expertenfrage:zu Deiner Frage, ...

Die erste Einsendung zur Expertenfrage:
zu Deiner Frage, ob das Zeigen von Experten eine Strategie ist, um den Leuten das Gefühl zu geben, dass es da draußen Leute gibt, die sich auskennen, und der Zuschauer sich da nicht mehr näher für interessieren muss:

Als Fernsehmacher sage ich dazu ganz klar: Nein.

Ob sich meine Zuschauer näher für ein Thema interessieren, nachdem ich ihnen einen Experten dazu gezeigt habe, ist deren Entscheidung. Ich habe da keine Präferenz. Wieso auch sollte ich denen das vorschreiben wollen?

Ich glaube vielmehr, die Zuschauer interessieren sich hinterher stärker für ein Thema, wenn sie das Gefühl haben, dass es sie unmittelbar betrifft.

Und die Auftritte von Experten in den Medien sind für mich auch kein Symptom dafür, dass man als Journalist sein Publikum für dumm hält.

Was glaubst Du denn, warum zum Beispiel die FAZ gerade Dich über Trojaner-Angriffe auf die Bundesregierung befragt? Doch bestimmt nicht, weil sie ihre Leser für dumm hält oder sie sich nach der Lektüre des Artikel nicht mehr näher für das Thema IT-Sicherheit interessieren sollen?

Oder habe ich da irgend etwas an der Argumentation in dem Posting falsch verstanden?

Ich sollte das vielleicht noch mal genauer ausführen, was ich gemeint habe. Ich meinte nicht, dass ein einzelner Fernsehmacher oder Talkshowproduzent sich denkt, hey, heute halte ich mal die Massen dumm und lade ein paar Experten ein. Mir ging es eher darum, ob wir es uns in einem System bequem gemacht haben, in dem die Bevölkerung glaubt, das Wahlvolk ist eh zu doof für eine echte Demokratie, und das wäre bloß gefährlich, wenn man die ernsthaft entscheiden ließe. Wenn man diese Prämisse akzeptiert, dann wäre das ständige Vorzeigen von Experten ein mögliches Verfahren, um diese Idee zu bestärken. Ob jetzt mit Absicht oder nicht.

Ich denke, dass ich eigentlich auf den Widerspruch zwischen "ich habe einen Verstand, und wenn ich auf ein Problem stoße, dann benutze meinen Verstand, um mir selbst zu helfen" und "lass mal die Experten sich kümmern, ich hab ja eh keine Ahnung" hinaus wollte.

Experten sind jetzt nichts Schlechtes. Wir können ihnen gerne das Sammeln und Bewerten der Argumente überlassen. Aber wir sollten Experten nicht dafür nutzen, uns das Denken oder die Entscheidung abzunehmen.

Nordkorea hat für das Attentat neulich anscheinend ...

Nordkorea hat für das Attentat neulich anscheinend bloß $90 gezahlt. Ich wusste ja, dass die knapp bei Kasse sind, aber das geht ja nun doch ein bisschen zu weit!1!!

Vielen Dank, AMD!Egal was man von AMDs Produkten hält. ...

Vielen Dank, AMD!

Egal was man von AMDs Produkten hält. Alleine dass Intel und Nvidia mit ihren Preisen mal wieder in die Realität zurückgeholt werden, dafür sind wir alle AMD zu Dank verpflichtet.

Noch ein Gedanke zum Wochenende. Ein Einsender kommentierte, ...

Noch ein Gedanke zum Wochenende. Ein Einsender kommentierte, ihm fiele auf, dass die Rechten in letzter Zeit die Hauptmotivation für ihr Handeln daraus zu ziehen scheinen, was die Linken am meisten ärgert. Und in der Tat kann man das gerade ganz gut beachten, dass sich die Rechten entlos daran delektieren können, dass sie "den SJW", "den Snowflakes" oder "den Leuten in ihren Safespaces" einen auswischen konnten. Kaum etwas löst so viel Freude aus wie "Liberal tears".

Ich glaube, der Einsender hat Recht. Es ist nicht mehr wichtig, etwas Gutes zu tun, nicht mal im Rahmen des moralischen Gerüstes der Rechten. Ich habe fast den Eindruck, sie würden auch Dinge tun, die völlig gegen ihre eigenen Wahlversprechen oder Interessen gehen, wenn sie damit nur liberale Heulsusen zum Rumheulen kriegen könnten. Vielleicht sollten wir da eine Strategie draus machen.

Meine Antwort war übrigens, dass ich glaube, dass die Rechten sich das von den Linken abgeguckt haben. Die ganze "No Platform"-Geschichte ist meiner Meinung nach genau das selbe. Und die Kampagnen, um den Rechten ihre Werbeeinnahmen streitig zu machen. Da geht es ja auch nicht darum, die Ideologie zu bekämpfen. Da geht es darum, die Leute zu ärgern, die man für fies und gemein hält.

Ideen bekämpft man mit besseren Ideen. Nicht mit Angriffen auf Personen.

Spielt ihr auch Schach, indem ihr den gegenüber auf dem Parkplatz verprügelt?

Ich würde gerne inhaltlich gewinnen, nicht weil meine Seite die besseren Bullys hat.

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